Klimaschutz an unserer Schule mit „Energie-hoch-4“:

Weniger ist mehr – gerade, wenn es um wertvolle Ressourcen geht. Schulen sind Orte, an denen sich viel tun lässt, um dieses „weniger“ für den Klimaschutz zu erreichen. Unsere Stadtteilschule, bereits seit 2010 als eine der ersten Schulen im Programm "Klima-wir handeln" ausgezeichnet, geht seit 2020  am Schulstandort Griesstraße einen Schritt weiter. Zusammen mit dem Hamburger Behördenprojekt "Energie-hoch-4" arbeiten wir daran, insbesondere unsere denkmalgeschützten Gebäude weiter fit für das Klima zu gestalten.


Informieren Sie sich auf dieser Seite, wie wir gemeinsam aufbauend als "Klima-Wir handeln-Schule" weiter in die Klimazukunft mit "Energie-hoch-4" gehen werden:    

Kurzvorstellung des prämienorientierten Projektes „Energie-hoch-4“:

Keine Verschwendung von Ressourcen – beim Klimaschutz ist das ein ganz zentraler Hebel. Deshalb prämiert "Energie-hoch-4" sinkende Werte bei Wärme, Strom, Wasser und Abfall. Es werden die jahresaktuellen Zahlen mit den jeweiligen Vorjahreswerten verglichen.
Die Werte für Wärme werden witterungskorrigiert aufgenommen. Neben der Verbrauchskomponente werden zusätzliche Faktoren wie pädagogische Aktivitäten und organisatorische sowie technische Aktivitäten betrachtet. Betrachten Sie hier den Fragebogen.

Klimastellschrauben unserer Projektarbeit "Energie-hoch-4":

Der Löwenanteil des Energieverbrauchs geht in Schulen für Raumwärme drauf. Hier lässt sich entsprechend viel tun. Jedes °C, das bei der Raumwärme eingespart wird, minimiert den Energieverbrauch um rund sechs Prozent.
Um dieses zu verbessern bzw. vorzubeugen gibt es ein Raum-/Lüftungskonzept unserer Klassen sowie eingestellte Absenkzeiten der Heizungsanlage. Zudem sind unsere Thermostate in Arbeits- und Klassenräumen auf die Stufe 3 sowie Fluren, WC-Anlagen, Treppenhäusern auf Stufe 2 verankert.

Im privaten und häuslichen Bereich hängen auf wenige Quadratmeter viele Stromfresser - sicherlich denken Sie daran, dass ein oder andere Gerät vom Strom zu nehmen oder Sie haben einmal vergessen, dass Licht auszumachen. In einer immer weiter ausgebauten digitalen Schule ist dieses natürlich nicht anders. Sollen Computer, Smartboards, Kopierer abends und zum Wochenende immer unter Strom stehen? Und wie schnell kann es passieren, dass zum Beispiel bei Elternabenden über Nacht das Gebäude unnötigerweise hell erleuchtet ist.
Im Bereich Strom wurden unsere Schulgebäude durch Zeitschaltuhren und Bewegungsmeldern immer weiter ausgestattet. Des weiteren besitzen wir auf dem Dach eine Photovoltaikanlage. 

Warmwasser ist der zweitgrößte Energiefresser, gleich nach der Raumheizung und Wasser ist bei uns immer wieder ein knappes Gut. Heißt: Auch die ausgedehnte Dusch-Session nach dem Sportunterricht oder Wasser ungenutzt laufen zu lassen, zwingt unser Klima in die Knie.
An unserer Schule wurden diesbezüglich Wasserregulierer (Wasserdurchlaufstop) eingebaut, so dass es nicht zu einer Wasserverschwendung kommt.

Müll schädigt die Umwelt, Müll ist hässlich, Müll zu beseitigen, ist ein energieintensives Geschäft. Damit haben wir schon reichlich Gründe, so wenig Abfall wie möglich zu verursachen – und so viel Abfälle wie möglich zu recyceln.
Unserer Schule tut dieses mit der Mülltrennung in allen Klassenräumen und mit einem Pfandsystem in unserer Kantine, welches weiter ausgebaut werden soll. 

Unsere Ziele im Programm "Energie-hoch-4":

Unsere Stadtteilschule unterstützt Projekte zum Beispiel im Bereich unserer Schulgärten im urbanen Bereich.
In Zukunft möchten wir verstärkter Unterichtsinhalte, Projekttage und Projektwoche zum Thema anbieten.

Manchmal sind es die vielen kleinen Schritte, die das große Ganze ins Rollen bringen. Beim Ressourcensparen in Schulen gibt es unendlich viele Stellschrauben, an denen man optimieren kann. Jeder „Wasser sparen!-Aufkleber" über einem Waschbecken, jede schaltbare Steckerleiste in einem Klassenraum und jedes korrekt festgestellte Thermostatventil in einem Schulflur leisten einen Beitrag zum Klimaschutz. Denn Ideen sind im Bereich „Organisatorisches“ keine Grenzen gesetzt. Wichtig ist, dass Einer gute Ideen hat – und dann mit Anderen tatkräftig darangeht, sie bestmöglich umzusetzen.
Zum Schuljahr findet sich unser "E-hoch-4-Team", bestehenden aus einer geschulten Lehrkraft, unserem engagierten Hausmeisterteam unter der Leitung von Thomas Krakow sowie die Schulleitung zusammen. In Zusammenarbeit mit unseren Schülerinnen und Schüler werden sogenannte "E-high-4-Teams" im Neigungs- und Wahlpflichtbereich gebildet, die fachlich gebildet als sogenannte Energiedetektive unsere Schulgebäude betrachten und Projekte begleiten. 

Es lässt sich viel im Schulalltag unternehmen, um Klimaschutz einfacher, effizienter und selbstverständlicher zu machen. Passen Raumbelegung und Heizzeiten schon zusammen? Sind in allen Klassen Behälter für die Abfalltrennung vorhanden und deutlich markiert? Hat jemand die tatsächlichen Raumtemperaturen im Blick? Sind die Hausmeisterteams  Mitglieder der Energie-Teams? Wie sieht es eigentlich mit möglichen Klimastandarts auch in alten Gebäuden aus?
Eigenverantwortung erkennen, gemeinsam mit anderen handeln – das sind die Erfolgsfaktoren für gelingenden Umweltschutz. Unsere Stadtteilschule hat sich dieses zum Ziel gesetzt und wird über vergangene, aktuelle und geplante Projekte berichten!

Bereits im 50/50-Projekt konnte unsere Stadteilschule messbare Erfolge aufzeigen. Zusammen mit Schulwettbewerben von 50-200€ für die Klassenkasse und tollen Klassenausflügen wurden Anreize insbesondere für die jüngeren Jahrgänge geschaffen, sich von Klein auf für das Klima und die Natur zu interessieren. Natürlich bedarf es auch technischer Investitionen. In jedem Jahr werden diesbezüglich Gelder in unsere Alt- und Bestandsbauten investiert. Als Beispiele gelten Wasserstoppspender, Bewegungsmelder und Zeitschaltuhren im Bereich Strom sowie eine verbesserte Heizungsanlage mit Absenkzeiten. Seit 2016 wird somit Schritt für Schritt jedes Jahr ca. 12% des Vorjahres eingespart. Dieses entspricht durchschnittlich circa 62 Tonnen Co-2 pro Jahr.